Leistungen der Krankenzusatzversicherung als Privatvorsorge

Krankenzusatzversicherung
Krankenzusatzversicherungen sind eine gute Ergänzung der normalen Krankenversicherung

Durch Krankenzusatzversicherungen können Versicherte den bestehenden Schutz ihrer Krankenversicherung erweitern. Sie sichern beispielsweise eine bessere Unterbringung im Krankenhaus sowie Behandlungen durch Heilpraktiker oder Chefärzte. Auch andere gesundheitliche und finanzielle Risiken lassen sich mit einer Zusatzversicherung privat absichern.

Dadurch ergeben sich viele Vorteile: Gesetzlich Versicherte erhalten somit einen Anspruch auf Leistungen, die sonst nur für Privatpatienten erhältlich sind. Auch privat Versicherte können ihren Schutz mit einer  Zusatzversicherung kostengünstig ausbauen. Lesen Sie, worauf es bei einer Krankenzusatzversicherung ankommt und was zu beachten ist.

 

Private Zusatzversicherung: Vergleich der Angebote jetzt durchführen

Krankenzusatzversicherung im Vergleich
Zusätzlich gegen Krankheit abgesichert

Den Gesundheitsschutz sinnvoll erweitern und von erstklassigen Leistungen profitieren.

Versicherungslücken effektiv und nachhaltig schließen - unabhängig von Alter und Einkommen.

Stiftung Warentest: „Mit einer Zusatzpolice können Kassenpatienten ihren Versicherungsschutz deutlich verbessern.” (Finanztest 09/2006)

Private Zusatzversicherung im Vergleich bei Focus Money: „Klug ausgewählte Extras schließen lästige Lücken im gesetzlichen Leistungskatalog.” (focus.de)

  • Günstige Top-Tarife
  • Testsieger im Vergleich
  • Erstklassig versichert
zum Vergleich

Video Ratgeber: Krankenzusatzversicherung als Ergänzung

Faktoren für die Berechnung der Beiträge und Kosten

Die Beitragshöhe in der privaten Krankenzusatzversicherung wird ähnlich wie beim Abschluss einer privaten Krankenvollversicherung in Abhängigkeit folgender Faktoren berechnet:

  • gewählter Leistungsumfang
  • Eintrittsalter des Versicherten
  • individueller Gesundheitszustand

Da sich mit steigendem Alter auch die Krankheitsgeschichte verlängert, gilt hier der Grundsatz: Je früher Sie eine Krankenzusatzversicherung abschließen, desto günstiger sind die laufenden Kosten Ihrer Police. Es ist daher ratsam, die Angebote auf dem Markt für Krankenzusatzversicherungen einem ausführlichen Vergleich zu unterziehen.

Policen mit und ohne Gesundheitsfragen

In den meisten Fällen müssen Versicherungsnehmer ihren Versicherer im Rahmen einer Gesundheitsprüfung über Vorerkrankungen, Unfälle oder vergangene Krankenhausaufenthalte informieren. Dabei sollten Sie alle erforderlichen Angaben stets gewissenhaft und wahrheitsgemäß mitteilen, da Versäumnisse im Zweifelfall zu Problemen bei der Leistungsabrechnung mit dem Anbieter führen können. 

Unter Umständen können Sie aber auch in den Genuss einer Zusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung kommen. Dies ist beispielsweise bei der Auslandskrankenversicherung der Fall. Zudem machen Versicherer mittlerweile auch Angebote für eine Vielzahl anderer Ergänzungsversicherungen ohne vorherige Gesundheitsfragen. In diesem Fall kalkulieren die Versicherer dann nach allgemeinen Risiken.

Beliebte Zusatzversicherungen im Überblick

Weitere zusätzliche Versicherungsmöglichkeiten

Wie Privatpatienten profitieren Sie nicht nur von einem Leistungskatalog, der sich an ihren Bedürfnissen orientiert. Sie erhalten bessere medizinische Behandlungen, preisgünstige Zusatzleistungen und müssen des Weiteren weniger Zuzahlungen leisten.

Bei den meisten Unternehmen können Sie aus folgenden Zusatzversicherungen wählen:

  • Unterbringung im Krankenhaus
  • freie Krankenhauswahl
  • Brillenzusatzversicherung
  • Zahnzusatzversicherung
  • Inlays
  • Auslandsschutz
  • Psychotherapie
  • Alternative Heilmethoden 
  • Heilpraktikerleistungen

Zahlen & Fakten Krankenzusatzversicherungen

WiWo testet Krankenhaus- und Zahnzusatzpolicen

Das Wirtschaftsmagazin WirtschaftsWoche hat zusammen mit dem Anaylsehaus Softfair 220 Krankenhaus- und Zahnzusatzpolicen genauer unter die Lupe genommen. Bei den Krankenhausabsicherungen wurden lediglich Anbieter, die auf ein einseitiges Kündigungsrecht verzichten, berücksichtigt. Bei den Zahnzusatzpolicen wurden Tarife untersucht, die auch einen Teil der privatärztlichen Leistungen, wie beispielsweise Keramikverblendungen, übernehmen. Bei beiden Policevarianten wurden die Tarife in Produkte mit und ohne Altersrückstellungen unterteilt. Zur Bildung der Note zum Preis-Leistungs-Verhältnis gehen die Leistungen zu 70 Prozent und die Beiträge zu 30 Prozent ein. Die jeweiligen Top 5:

ohne Alterungsrückstellungenmit Alterungsrückstellungen
Krankenhaustarife

1. Inter ( Tarif S2): 5 Sterne

2. Inter (Tarif S1): 5 Sterne

3. AXA (Tarif Komfort Start-U): 4 Sterne

4. Die Bayerische (Tarif V.I.P. stat. Prestige): 4 Sterne

5. Janitos (Tarif JA stationär plus): 4 Sterne

1. DFV (Dom.) (Tarif stationär): 5 Sterne

2. uniVersa (Tarif uni-SZ II): 5 Sterne

3. Deutscher Ring/Signal (Tarif KlinikTOP1): 5 Sterne

4. Barmenia (Tarif TopS): 4 Sterne

5. Concordia (Tarif SZ 2, SZ PLUS): 4 Sterne

Zahnschutztarife

1. Gothaer (Tarif MediZ Basis): 5 Sterne

2. Deutscher Ring/Signal (Tarif ZahnBASISpur): 5 Sterne

3. DKV (Tarif Kombi-Med KDT 50): 5 Sterne

4.  Inter (Tarif Z70): 5 Sterne

5. Deutscher Ring/Signal (Tarif ZahnSTARTpur): 4 Sterne

1. Württembergische (Tarif ZGU30): 5 Sterne

2. Central (Tarif vitaZ3U): 5 Sterne

3. HanseMerkur (Tarif EZ): 4 Sterne

4. LVM (Tarif ZG 25): 4 Sterne

5. LVM (Tarif ZG 30): 4 Sterne

Servicequalität der Krankenzusatzversicherer im Test

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv und in Kooperation mit der Rating-Agentur Franke und Bornberg den Kundenservice von 20 deutschen Krankenzusatzversicherungen genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Die Branche befindet sich in puncto Servicequalität auf einem befriedigenden Niveau. Lediglich der E-Mail-Service und die telefonische Beratung offenbarte deutliche Schwächen. So antwortete jeder vierte Anbieter gar nicht auf E-Mail-Anfragen oder mit deutlichen Wartezeiten. Letztere entstanden auch bei der telefonischen Beratung. Demgegenüber wurden die Internetauftritte insgesamt mit “gut” bewertet. Die Top 3 2013 in der Teilkategorie “Serviceanalyse” sind:

* Auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten.

Tipp: Weitere Bewertungen über bestimmte Formen für private Zusatzversicherungen

Studie untersucht beliebteste Krankenzusatzversicherer der Vermittler

Die Arag Krankenversicherung ist der beliebteste Anbieter von Krankenzusatzversicherungen aus Vermittlersicht. Dies geht aus der Studie “Asscompact Trends I/2014” hervor, die im Auftrag der BBG Betriebsberatungs-GmbH und dem Trainings-, Beratungs- und Marktforschungs-Unternehmen IVV Institut für Versicherungsvertrieb Beratungsgesellschaft mbH durchgeführt wurde. In einer Online-Befragung wurden dazu 333 Makler und Mehrfachvertreter nach ihren beliebtesten Produktgruppen und Anbietern befragt. Die Top 5-Versicherer:

 
Checkliste
Schritt für Schritt zur richtigen Zusatzversicherung

Folgende Checkliste kann bei der Suche nach der individuell besten Krankenzusatzversicherung hilfreich sein: 

  • genaue Bedarfsanalyse - Welche Zusatzleistungen sind für mich von Bedeutung?
  • unabhängiger Tarif- und Leistungsvergleich der Krankenzusatzversicherung - Finden Sie die Stärken und Schwächen der Angebote
  • Prüfen von Testberichten unabhängiger Testagenturen - Wie beurteilen Experten den Markt?
  • Preisvergleich alte und neue Zusatzversicherung - Kann ich durch einen Wechsel ein Sparpotential erzielen oder erhalte ich bessere bzw. mehr Leistungen zum selben Preis? Habe ich durch die neue Kalkulation eventuell Nachteile?
  • Kündigungsfristen und mögliche Wartezeiten prüfen - Wann ist eine Kündigung der Krankenzusatzversicherung möglich? Ist ein lückenloser Versicherungsschutz gewährleistet?
  • Gesundheitsprüfung - Ist beim neuen Anbieter eine neue Gesundheitsprüfung erforderlich?
  • Kündigung, Versicherungsantrag, Bestätigung

Die Krankenhaustagegeldversicherung als Ergänzung

Um Kosten zu sparen, wurden in den vergangenen Jahren zunehmend Leistungen aus dem Katalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen. Dadurch entstehen Versorgungslücken für den Krankenhausaufenthalt, welche die Versicherten über eine private Vorsorge ausgleichen müssen.

Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung ist gesetzlich ein Anspruch auf Krankengeld zugesichert. Dennoch sollte beachtet werden, dass gesetzlich Versicherte bei einem Krankenhausaufenthalt verpflichtet sind, maximal 28 Tage des Jahres zehn Euro pro Tag zu zahlen. Dazu kommen Telefon- und TV-Gebühren oder Kosten für die Kinderbetreuung. Für solche Mehrkosten kann die Krankenhaustagegeldversicherung finanzielle Hilfe bieten.

Krankenhaustagegeld beziehen

Damit das vereinbarte Tagegeld bezogen werden kann, ist es notwendig, eine Aufenthaltsbescheinigung der Klinik vorzulegen, in welcher die genauen Daten der Einweisung und Entlassung festgehalten sind.

Die Krankenhaustagegeldversicherung ist v.a. für Selbständige zu empfehlen, da diese im Krankheitsfall meist gar kein Einkommen beziehen. Es ist sinnvoll ein Tagegeld in einer Mindesthöhe von zehn Euro zu vereinbaren. Im Falle eines Aufenthaltes im Krankenhaus erhält der Versicherte dann ein Tagegeld, das in zehn-Euro-Stufen bis zu einem täglichen Betrag von etwa 100 Euro ausgeschüttet werden kann.

Die am häufigsten gestellten Fragen

Für wen ist eine private Zusatzversicherung empfehlenswert?

Ergänzungsversicherungen sind grundsätzlich für jeden gesetzlich Versicherten lohnenswert. Gerade in Zeiten von Leistungskürzungen und stetigen Reformen in der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Angebote in diesem Bereich immer wichtiger. Doch auch Privatpatienten können ihre Leistungen so “upgraden”. Daher ist es ratsam, gleich zu Beginn Krankenvollversicherungen zu prüfen, um später Zusatzversicherungen zu vermeiden, die man auch über die normale Versicherung hätte absichern können.

Kann ich meine Kinder oder meinen Ehepartner kostenlos mitversichern?

Nein. Dies ist nur in der gesetzlichen Krankenversicherung der Fall. Wie in der privaten Krankenversicherung müssen auch bei Zusatzversicherungen alle Personen mit einem eigenständigen Versicherungsvertrag versichert werden.

Werden auch bei der Zusatzversicherung Altersrückstellungen gebildet?

Ja. Auch wenn die Bildung von Altersrückstellungen lediglich für Krankenvollversicherer obligatorisch ist, bieten immer mehr Zusatzversicherer Tarife mit Rückstellungen für das Alter an. Ein solcher Vertrag ist trotz vergleichsweise höherer Kosten eine Investition in die Zukunft, da die Beiträge im Alter auf diese Weise nicht bzw. nur wenig steigen.

Was versteht man unter den sogenannten Modultarifen?

Modultarife konzentrieren sich immer nur auf einen innerhalb einer Zusatzversicherung möglichen Leistungsbereich. Auf diese Weise können einzelne Zusatzleistungen versichert werden ohne gleich einen ganzes Paket an Leistungen wählen zu müssen. Durch die Fokussierung auf eine Zusatzleistung profitieren die Versicherten von sehr hohen und umfassenden Leistungen speziell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten.

Was unterscheidet die Ergänzungstarife von den Modultarifen?

Mit Hilfe eines Ergänzungstarifes können Versicherte bereichsübergreifende Leistungen abschließen. Anders als bei Modultarifen werden dabei immer gleich mehrere Leistungen aus verschiedenen Teilbereichen der Krankenzusatzversicherung kombiniert wie z.B. mit dem Schwerpunkt "Zahnersatz" oder "Unterbringung im Krankenhaus".

Welche Kündigungsfristen gelten bei den Ergänzungsversicherungen?

Grundsätzlich kann der Vertrag mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende eines jeden Jahres gekündigt werden. Ein außerordentliches Kündigungsrecht haben Versicherte, wenn der Versicherer seine Beiträge erhöht. Dabei kann bis zum Beginn der Beitragsanpassung mit Wirkung zum Beginn der Erhöhung gekündigt werden.

Kann eine Krankenzusatzversicherung steuerlich abgesetzt werden?

Prinzipiell ja. Private Zusatzversicherungen wie beispielsweise das Krankenhaustagegeld oder das Krankentagegeld können als Vorsorgeaufwendungen und Sonderausgaben bis zu einer bestimmten Höchstbeitragsgrenze geltend gemacht werden. Ermöglicht hat dies das sogenannte Bürgerentlastungsgesetz.

Letzte Aktualisierung: 03.12.2014 - Carolin Fink