Günstige Kfz-Versicherung: Wie Sie Ihr Auto richtig versichern

Kfz Versicherung Vergleich
Im Bereich von Fahrzeugen existieren verschiedene Versicherungen, u.a. die Haftpflicht und die Kasko

Das Auto hat in Deutschland einen hohen Stellenwert. Dramatisch ist daher ein Schadensfall. Mit einer geeigneten Versicherung lässt sich zumindest der finanzielle Schaden abmildern.

In Deutschland gibt es nicht die Kfz-Versicherung schlecht hin, sondern eine große Palette unterschiedlicher Versicherungsmaßnahmen, die den Schadensfall am eigenen oder fremden geschädigten Auto oder Personen abdeckt. Herauszuheben ist dabei die Kfz-Haftpflichtversicherung, die dabei als einzige verpflichtend vorgegeben ist. Alle anderen Versicherungen sind freiwillig, sollten jedoch in Betracht gezogen werden, um einen optimalen Versicherungsschutz zu erlangen.

 

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Unfallschäden finanziell abmildern: Kraftfahrzeug-Versicherungen im bundesweiten Online Vergleich.

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Leistungen und Kosten der Kfz-Versicherung

Kfz-Policen im Vergleich bei Focus Money:
“(...) bei der Kfz-Versicherung jährlich ein paar Hundert Euro sparen.” (focus.de)

Kfz-Versicherungen im Vergleich bei der Verbraucherzentrale Bayern:
“Wer die Anbieter genau vergleicht, kann viel Geld sparen." (vbz Bayern)

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Günstigste Beiträge durch lange Unfallfreiheit

Policen errechnen sich hauptsächlich nach Kriterien, die sich auf die schnelle nicht so leicht ändern lassen:

  • Typklasse (statistische Schadenshäufigkeit und Reparaturkosten des Fahrzeugs)
  • Regionalklasse (statistische Schadenshäufigkeit einer bestimmten Region)
  • weiche Tarifmerkmale (Alter des Versicherungsnehmers, Alter des Kfz, Fahrerkreis, Halter, Fahrzeugleistung, Stellplatz etc.).

Bei Autoversicherungen wirken sich die Unisex-Regelungen aus.

Test

Autoversicherungen getestet: Vergleichen lohnt für viele Kunden

Focus Money über das Sparpotenzial bei Kfz-Policen: "(...) bei der Kfz-Versicherung jährlich ein paar Hundert Euro sparen." (focus.de)

Verbraucherzentrale Bayern über Kfz-Versicherungsvergleiche:
"Wer die Anbieter genau vergleicht, kann viel Geld sparen." (vbz Bayern)

Stiftung Warentest:
"Da sich die Preise für Autoversicherungen ständig ändern, lohnt ein jährlicher Vergleich" (Finanztest 11/2012)

Veränderungen bei den Regional- und Typklassen 2014

Grund für Änderungen bei den Kosten können auch die neuen Regional- und Typklassen sein. Diese werden jedes Jahr neu festgelegt und geben Auskunft über die statistische Inanspruchnahme von Kfz-Versicherungen je nach Region und Fahrzeugtyp. Die meisten Versicherer beziehen bei der Prämienberechnung auf diese Kennziffern: 

Art der AbsicherungRegionalklassen (Anzahl)Typklassen (Anzahl)
Kfz-Haftpflicht1216
Teilkasko924
Vollkasko1625

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bleibt für die meisten Versicherungsnehmer bei den Regionalklassen aber alles beim Alten:

  • keine Veränderung: für etwa 65 Prozent
  • eine Klasse rauf oder runter: für rund 16 Prozent
  • Veränderung um zwei oder drei Klassen: knapp ein Prozent

Ähnliches gilt für Typklassen

  • keine Veränderung: für etwa 72 Prozent
  • Preissteigerungen um bis 23 Prozent: für etwa 13 Prozent
  • Preissenkungen: für etwa 15 Prozent

Neue Schadenfreiheitsklassen seit Ende 2012

Wer über Jahre unfallfrei unterwegs ist, kann über einen Aufstieg in den Schadenfreiheitsklassen Rabatte erfahren. Spätestens zum Jahreswechsel 2012/2013 haben viele Versicherer auf ein neues System umgestellt. Zwischen den Assekuranzen kann es dabei aber Unterschiede geben.

In der Regel wurde die Zahl der Schadenfreiheitsklassen erhöht. Zuvor gab es im Schnitt 20, wobei man in der höchsten Klasse noch 30 Prozent des Grundbeitrages zahlte. Viele Versicherer haben auf rund 35 Klassen mit im günstigsten Fall 20 Prozent des Grundbeitrages umgestellt. Dies klang zunächst verlockend, doch sollte beachtet werden, dass im selben Zug der Grundbeitrag um etwa ein Drittel angehoben wurde. Hierzu einige Beispielrechnungen:

alte SF-Klassenneue SF-Klassen 1neue SF Klassen 2
Grundbeitrag1000 €1500 €2000 €
Beitragsanteil (SF-Klasse)30 %25 %20 %
Realbeitrag300 €375 €400 €

Ein bloßer Blick auf die Rabatte reicht also nicht! Nur der direkte Vergleich von Euro- und Centbeträgen zeigen das eigentliche Sparpotential bei einem Wechsel auf. 

Streichen des Rabattretters - Einführung des Rabattschutzes

Mit der Umstellung auf das neue System der SF-Klassen haben die meisten Versicherer den von vielen Kunden geschätzten Rabattretter abgeschafft. Dieser garantiert Fahrern in der SF-Klasse 25 einen Unfall, ohne dabei herabgestuft zu werden. Während dieser lange Zeit Standard war, kann der Rabattretter - nun als sogenannter "Rabattschutz" bei vielen Assekuranzen nur noch kostenpflichtig für einen Aufpreis von zehn bis 20 Prozent vereinbart werden. 

In dem Zusammenhang muss außerdem beachtet werden: Wer einen Unfall mit Rabattretter hatte und dann wechselt, muss damit rechnen beim neuen Versicherer niedriger eingestuft zu werden, da der Altversicherer den Schaden weitermeldet. Damit versuchen die Versicherer Kunden zu binden. Jedoch bietet der Rabattschutz auch einen Vorteil. Der Rabattretter galt bisher nur für Kunden in der SF-Klasse 25. Den neuen Rabattschutz gibt es meist für jeden ab einem Alter von 23 Jahren und der SF-Klasse 4.

 
Checkliste

Wichtige Aspekte der Autoversicherung

Einige wichtige Aspekte zur Beachtung in der Kfz-Versicherung:

  • Deckungssumme in der Haftpflicht: Die Deckungssumme sollte nicht zu tief angesetzt werden, denn verursachte Schäden können schnell eine Millionenhöhe erreichen.
  • Rückstufung und Rabattschutz: Achten Sie auf das Vorgehen der Versicherung im Schadensfall. Ohne Rabattretter bzw. Rabattschutz können die Beiträge bei einem Unfall kräftig ansteigen.
  • Zusatzleistungen: Tarife beinhalten auch kostenlose Zusatzleistungen. Häufig ist ein Schutzbrief oder die sogenannte "Mallorca-Police" enthalten. Diese bezieht sich auf die Absicherung für Mietautos im Ausland.
  • Werkstattbindung: Wer im Schadensfall nicht auf eine Werkstatt seines Vertrauens zurückgreifen will, ist mit günstigeren Tarifen mit Werkstattbindung gut beraten.
  • Führerschein mit 17: Wer sein Kind in mitversichern möchte, sollte auf Angebote zum Führerschein mit 17 und dem begleiteten Fahren achten.
  • Wildunfälle: Unfälle mit Haarwild sind in der Regel in der Teilkasko enthalten. Einige Tarife schließen aber auch Pferde, Katzen, Hunde oder sogar alle Tiere mit ein.
  • Neuwert/Zeitwert: Bei Neuwagen wird oft nur der Zeitwert ersetzt. Spezielle Tarife tragen in Schadensfällen jedoch den Neuwert in den ersten 12 oder sogar 24 Monaten.
  • Rabatte mit Auflagen: Bei großzügigen Rabatten sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten, denn häufig sind diese an strenge Auflagen gebunden.
  • Jahreslaufleistungen: Bei geringen Laufleistungen winken günstige Policen, doch geben Sie hier nicht zu wenig an - einige Autoversicherungen kontrollieren gerne einmal nach.
  • Geleaste/finanzierte Fahrzeuge: Hier müssen sich Versicherte auf höhere Beiträge einstellen.
  • Insassenunfallversicherung: Experten halten diese für wenig sinnvoll, da Schäden oder Schadensersatzansprüche von Mitfahrern durch die private Haftpflichtversicherung getragen werden. Der Fahrer sollte jedoch eine Unfallversicherung abschließen.

Verschiedene Versicherungsarten rund um das Auto

In Deutschland hat der Gesetzgeber den Abschluss einer Haftpflichtversicherung für jedes angemeldete Kraftfahrzeug durch den Fahrzeughalter vorgeschrieben. Damit sollen die Schäden Dritter abgesichert werden, die durch das Führen des Fahrzeuges entstehen können. Damit haftet im Schadensfall nicht nur der eigentliche Fahrzeugführer, sondern auch der Halter. Wird ein Fahrzeug rein gewerblich genutzt, empfiehlt sich für den Halter (in diesem Fall dem Unternehmer) übrigens eine Kfz-Haftpflicht im Rahmen einer Gewerbeversicherung. Über die Kaskoversicherungen kann darüber hinaus der finanzielle Schaden am eigenen Auto abgesichert werden. Dies geschieht jedoch auf freiwilliger Basis und ist nicht durch den Gesetzgeber vorgeschrieben. 

Leistungen: Das zahlen Autoversicherungen im Schadensfall

Haftpflichtversicherung

Schäden, die Dritte erleiden; z.B.:

  • Personenschäden: Kosten zur Heilung, Invalidenrenten
  • Sachschäden: Reparaturkosten an Fahrzeugen und Objekten (z.B. Leitplanken)
  • Vermögensschäden
  • immaterielle Schäden: z.B. Schmerzensgeld

Teilkaskoversicherung

Schäden am eigenen Kfz durch:

  • Brand oder Explosion
  • Diebstahl inklusive Einbruch und Raub
  • unmittelbare Einwirkungen von Wetter
  • Wildunfälle
  • Glasbruchschäden
  • Marderschäden ohne Folgen
  • Schmorbrandschäden

Vollkaskoversicherung

Schäden am eigenen Kfz durch:

  • Vandalismus: Mutwillige Beschädigung des Fahrzeugs durch Fremde
  • Unfallschäden auch bei Selbstverschuldung (Ausnahmen: Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit)

FAQ: Die häufigsten Fragen zur Autoversicherung

Reicht eine Versicherung für mehrere Autos?

Nein. Die Versicherungsverträge sind klar an Fahrzeuge gebunden. Für jedes zugelassene Auto schreibt der Gesetzgeber eine individuelle Police zur Haftpflichtversicherung vor. Häufig sind bei den Versicherungsanbietern jedoch günstigere Zweitwagentarife zu finden.

Was geschieht beim Fahren ohne Versicherungsschutz?

Wer ein Fahrzeug ohne Versicherungsschutz im Straßenverkehr führt, begeht eine Straftat. Geschieht dies fahrlässig, wartet im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten, bei Vorsatz sogar bis zu einem Jahr.

Was bedeutet die sogenannte "Werkstattbindung"?

Dies bedeutet, dass man im Fall eines von der Kaskoversicherung abgedeckten Schadens zu einer Vertragswerkstatt des Versicherers gehen muss, um diesen reparieren zu lassen. Geschieht dies nicht, erfolgt keine Schadensregulierung.

Wird meine Versicherung teurer, wenn ich umziehe?

Nicht prinzipiell. Abhängig ist dies von der Regionalklasse, also der durchschnittlichen Unfallhäufigkeit in der Region, in der Sie das Auto versichern. Wer in ein Gebiet mit einer höheren Regionalklasse umzieht, zahlt dementsprechend mehr.

Für wen lohnt die Teilkasko-, für wen die Vollkaskoversicherung?

Experten raten allgemein zu einem Abschluss zumindest einer Teilkaskoversicherung. Wer nur eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließt, muss sich im Klaren darüber sein, Schäden im Zweifelsfall alleine zu tragen, auch wenn er selber keine Schuld daran trägt, so z.B. bei Steinschlagschäden. Der Abschluss einer Vollkaskoversicherung sollte jedoch von jedem Versicherten individuell überdacht werden. Vor allem für Neuwagen und Autos mit hohen Listenpreisen ist eine Vollkasko in jedem Fall zu empfehlen. In anderen Fällen hängt die Entscheidung vom Bedarf sowie dem individuellen Budget des Versicherten ab.

Gibt es eine Vollkasko- nur mit einer Teilkaskoversicherung?

Prinzipiell handelt es sich dabei um verschiedene Verträge, die unterschiedliche Schäden abdecken und somit auch separat abzuschließen sind. Das bedeutet, dass grundsätzlich eine Vollkasko auch ohne die Teilkasko abgeschlossen werden kann. Die Versicherer sind jedoch dazu übergegangen, beide Kaskoversicherungen als Kombivertrag anzubieten. Häufig wird diese Kombination der beiden ehemals separaten Versicherungen ebenfalls als "Vollkaskoversicherung" bezeichnet.

Kann eine Vollkasko- billiger sein als eine Teilkaskoversicherung?

Ja, denn in der Vollkaskoversicherung gibt es einen Schadenfreiheitsrabatt, in der Teilkaskoversicherung jedoch nicht. Wer jahrelang unfallfrei unterwegs ist und dann eine kombinierte Kaskoversicherung abschließt, bei der der Schadenfreiheitsrabatt der Vollkaskoversicherung auch auf die Teilkaskoversicherung angewendet wird, kann für die Kombiversicherung günstigere Beiträge haben als für eine separate Teilkaskoversicherung.

Letzte Aktualisierung: 25.06.2014 - Antonia Hermann
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