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Neurostimulation gegen Herzschmerz
Patienten mit therapierefraktärer Angina pectoris haben weniger Schmerzen durch elektrische Impulse Neuer Hoffnungsschimmer für Patienten mit therapierefraktärer Angina pectoris: Helfen soll hierbei die Methode der Neurostimulation, wodurch die Patienten weniger Schmerzen und zudem auch seltener schwere Anginapectoris-Anfälle haben sollen. Bei dieser neuen Behandlungsmethode werden von zwei Stimulationselektroden im Wirbelkanal an die Rückenmarksnerven gezielt elektrische Impulse abgegeben. Diese Methode trägt zur Dämpfung der Weiterleitung der Schmerzen bei.
Eine Empfehlung erfolgte schon im Jahr 2001
Eine Empfehlung für dieses Verfahren zur Behandlung von Angina pectoris-Patienten durch die Europäische Kardiologische Gesellschaft lat bereits im Jahr 2001 vor. Diese Empfehlung betraf in der Hauptsache die Behandlung von Angina pectoris-Patienten, welche bezüglich klassischer Methoden bereits austherapiert sind. Spezialisten des Unternehmens Medtronic kritisierten bei einer Veranstaltung im Rahmen des Kardiologiekongresses, dass diese Methode in Deutschland bisher immer noch sehr selten zur Anwendung kommt. Laut Dr. Siegfried Eckert vom Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen wird den so genannten Spinal Cord Stimulation Patienten mit therapeutischer Angina in den linken Oberbauch ein Stimulationsgerät implantiert. Durch dieses Gerät haben die betroffenen Patienten die Möglichkeit der eigenständigen Regulation der Intensität der Stimulation. Das Stimulationsgerät kann von Patienten sowohl nach jeweiligem Bedarf oder auch permanent eingestellt werden. Das Gerät wird im Wirbelkanal mit zwei Elektroden verbunden. Die Schmerzweiterleitung wird durch feinste elektrische Impulse an die Rückenmarksnerven vermindert und trägt so zur Schmerzverringerung bei.
Therapiekosten werden von den Krankenkassen übernommen
Die Krankenkassen zahlen die Therapie, welche bisher am häufigsten dort Anwendung findet, wo auch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erfolgt. Dieses ist zum Beispiel in Bad Oeynhausen zwischen Kardiologie und Anästhesie und an der Berliner Charité zwischen Kardiologie und Neurochirurgie der Fall. Die Neurostimulation bei vorliegender Angina pectoris-Ptienten erfolgt durch einen kurzen Eingriff, bei welchem eine oder zwei Elektroden in den Wirbelkanal eingeführt werden. Anschließend erfolgt die Verbindung der Elektroden bzw. der Elektrode mit einem zuvor beim Patienten implantierten Impulsgeber. Dieses bewirkt eine Dämpfung der Schmerzweiterleitung in den Nervenbahnen des Rückenmarks. In den früheren Schmerzgebieten der Angina pectoris verspürt der Patient lediglich ein leichtes und als angenehm empfundenes Kribbeln. Zudem wird auch beobachtet, dass für bisher unzureichendes Herzmuskelgewebe bei der Neurostimulation wieder eine bessere Sauerstoffversorgung erfolgt.