Gesetzlich und privat: Krankenversicherung für Ärzte und Mediziner

Krankenversicherung Mediziner
Verschiedene medizinische Berufsgruppen erhalten Sonderkonditionen in der PKV

Mediziner zeigen durch ihr Fachwissen ein hohes Maß an gesundheitlicher Eigenverantwortung. Daher gibt es für Ärzte und viele andere medizinische Berufsgruppen günstige Policen in der privaten Krankenversicherung (PKV), die verstärkt die Selbstmedikation berücksichtigen.

Selbständige Ärzte können in die private Krankenversicherung wechseln. Auch im Angestelltenverhältnis ist der Wechsel unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die private Krankenversicherung für Ärzte bietet neben günstigen Beiträgen auch konstante Leistungen.

Der Versicherungsumfang bleibt für die Vertragsdauer stabil. Volle Kostenerstattung ist je nach Tarif möglich für heilpraktische Behandlungen, Psychotherapie sowie für Zahnersatz und viele andere Leistungen. Freiberuflich tätige Ärzte und Fachärzte können eine erhöhte Zahlung von Krankentagegeld absichern, um das wirtschaftliche Risiko bei längerer Krankheit aufzufangen.

Gesetzlicher Gesundheitsschutz über die Krankenkasse für den Arzt-Beruf

Selbstständige, freiberuflich tätige Ärzte sind im Regelfall von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) befreit. Es besteht für sie die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung für Ärzte abzuschließen. Alternativ können sie freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung werden.

Ärzte, die sich in einem Arbeitsverhältnis als Angestellter befinden, sind hingegen verpflichtet sich gesetzlich krankenversichern zu lassen. Übersteigt ihr Bruttoeinkommen die Grenze zur Versicherungspflicht, so kann sich der betroffene Mediziner von der Versicherungspflicht befreien lassen und einen privaten PKV-Anbieter wählen. In Zahlen: Die Versicherungspflichtgrenze beträgt gegenwärtig 52.200 Euro im Jahr.

Die Beiträge der GKV sind einheitlich gestaltet. Das bedeutet, dass jeder Versicherungsnehmer Beiträge in Höhe von 15,5 Prozent seines Bruttoeinkommens zu zahlen hat. Die Grenze zur Bemessung des Einkommens (Beitragsbemessungsgrenze) beträgt aktuell 47.250Euro jährlich.

Auch die Leistungen der GKV sind durch die Bundesregierung vorgeschrieben. Aus diesem Grund ist diese Krankenversicherung für Ärzte im Vergleich zur PKV nicht individuell auf den Versicherungskunden abgestimmt. Zudem fällt der Leistungskatalog der GKV eher geringer aus, als bei einer privaten Krankenversicherung.

Private Krankenversicherung speziell für Ärzte, Zahnärzte & Apotheker

Tipp
Besonderheiten in der PKV
  • Mediziner erhalten bei einigen Anbietern PKV-Policen, die zum Teil als günstige Gruppentarife konzipiert sind.
  • Jungärztetarife für Medizinstudenten, Ärzte im praktischen Jahr & Jungärzte sind häufig sehr preiswert.
  • Bei den Jungärztetarifen gilt: Vorher bei dem PKV-Anbieter über eine Altersbegrenzung (meist bis 35 Jahre) informieren.

Ärzte, Zahnärzte sowie Chirurgen und Apotheker, die ihre Gesundheit über die private Krankenversicherung schützen lassen möchten, sollten berücksichtigen dass ein bestimmtes monatliches Einkommen oder eine freiberufliche Tätigkeit zu den feststehenden Versicherungsbedingungen gehören.

Im Hinblick auf die Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht gilt: Sie ist unwiderruflich, sofern das Einkommen und das Arbeitsverhältnis keine Änderungen erfahren. Gibt es tatsächlich entsprechende Änderungen in der Lebenssituation, bestehen Möglichkeiten für die Rückkehr in das gesetzliche Krankenversicherungssystem.

PKV Vergleich Ärzte, Zahnärzte & Apotheker

Das Einkommen spielt bei der Berechnung der Beiträge keine Rolle, sodass Ärzte häufig selbst in Komfortverträgen Beiträge im Vergleich zur gesetzlichen Versicherung sparen können. Die Beitragshöhe in der PKV richtet sich nach verschiedenen Kriterien. Ausschlaggebend sind:

  • der Gesundheitszustand
  • das Alter bei Versicherungsbeginn
  • das gewählte Leistungspaket des Versicherungsnehmers
  • das Geschlecht ist seit der Einführung der geschlechtergerechten Unisex-Tarife nicht mehr ausschlaggebend

Der Leistungskatalog im privaten Krankenversicherungssystem lässt sich je nach Bedarf und Anbieter individuell an die Lebenssituation eines jeden Mediziners anpassen und wird umfangreich gewährleistet. Eine spätere Leistungskürzung seitens der Versicherung ist nicht möglich.

Zu beachten ist: Die beste private Krankenversicherung für Mediziner ist nicht immer die mit den höchsten Kosten. Natürlich ist auch die preisgünstigste PKV nicht unbedingt die beste. Verallgemeinerungen sind hier schwer möglich. Daher lohnt es sich auf Expertenurteile zu setzen.

Insbesondere PKV-Policen für Ärzte und Mediziner glänzen häufig mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Ein gründlicher Vergleich der Testurteile und die Überprüfung namhafter Anbieter durch Stiftung Warentest, Finanztest und andere Test-Magazine helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Private Krankenversicherung bei Stiftung Warentest

Mehr für die Gesundheit tun: Die private Krankenzusatzversicherung

Gesetzlich versicherte Ärzte, die nicht auf die Annehmlichkeiten verzichten möchten, die die privaten Krankenversicherungen für sie bereithalten, haben die Möglichkeit den gesetzlichen Krankenversicherungsschutz durch Zusatzversicherungen aufzustocken.

Die Vorteile von Zusatzversicherungen:

  1. Anpassung der Zusatztarife: Dies erfolgt individuell für den Mediziner bzw. dessen Berufs- und Gesundheitsrisiken, etwa durch Auslandseinsätze (Zusätzlicher Schutz für Auslandsaufenthalte).

  2. Auch in der gesetzlichen Ärzte Krankenversicherung kann eine vergleichbare Sicherheit und ein ähnlicher Komfort erhalten werden wie sie die private Krankenversicherung für Ärzte bietet.

  3. Die privaten Krankenzusatzversicherungen schützen Menschen in medizinischen Berufen vor den fortschreitenden Kürzungen elementarer Leistungen im gesetzlichen Versicherungssystem.

  4. Ärzte und andere Mediziner werden vor hohen finanziellen Eigenleistungen bewahrt, denn die Unternehmen gewährleisten häufig eine hundertprozentige Kostenübernahme.

  5. Eigenbeteiligungen können beispielsweise im Rahmen eines ergänzenden Schutzes für die Zahnbehandlung komplett ausgeschlossen werden.
Letzte Aktualisierung: 22.03.2013 - Alexander Bull

Zahnärzte

PKV für Zahnärzte

Als Selbständige sind Zahnärzte nicht an bestehende Einkommensgrenzen gebunden. Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist auf Grundlage der Versicherungspflichtgrenze recht einfach möglich. Der Insbesondere der PKV Vergleich berücksichtigt Testsieger-Tarife mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

Apotheker

PKV für Apotheker

Die private Krankenversicherung für Apotheker bietet Tarife mit Leistungen und Beiträgen, die sich speziell auf die Bedürfnisse dieser Berufsgruppe zuschneiden lassen. Wer sich bereits während des Studiums der Pharmazie für eine PKV entscheidet, profitiert von besonders günstigen Beiträgen.