Checkliste Zusatzbeiträge

Bei Beitragserhöhung richtig reagieren

Donnerstag, 04. Feb 2010, 16:08
Die Ankündigungen mehrerer Krankenkassen, einen Zusatzbeitrag von den Mitgliedern zu verlangen, hat viele Menschen verunsichert. Es drängt sich die Frage auf, wie richtig zu reagieren ist. Das Verbraucherportal 1A Krankenversicherung hat dazu eine Checkliste zusammengestellt.

Doch sind nur relativ wenige gesetzlich Versicherte von der Kostensteigerung betroffen. Immerhin 132 der insgesamt 169 Krankenkassen planen derzeit keinen Zusatzbeitrag (Stand 03.02.2010). Aber das könnte sich im Laufe des Jahres 2010 ändern. Elf Krankenkassen haben einen Zusatzbeitrag entweder schon erhoben oder bereits fest eingeplant, darunter einige Betriebskrankenkassen und die DAK – eine der größten Krankenkassen in Deutschland.

Weitere Krankenkassen planen die Einführung des Beitrags noch in diesem Jahr. Ökonomen rechnen damit, dass bis Ende 2010 oder spätestens 2011 die meisten gesetzlich Versicherten von der Kostensteigerung betroffen sein wird. Ein vollständige Liste aller Krankenkassen und deren Zusatzbeiträge ist auf der Seite www.1a-krankenversicherung.de/zusatzbeitrag/liste zu finden. Die Übersicht wird ständig aktualisiert.

Inzwischen dreht sich die Kostenspirale immer weiter. Während die Krankenkassen bislang gescheut haben, den gesetzlichen Rahmen der Zusatzbeiträge voll auszuschöpfen, scheint dieser Damm nun auch gebrochen zu sein. Erst Mitte der Woche kündigten drei Krankenkassen Beiträge über acht Euro im Monat an. Zwei wollen die gesetzlich fixierte Höchstmarke sogar voll in Anspruch nehmen: die BKK für Heilberufe und die Gemeinsame BKK Köln (GBK). Dies könnte die nächste Runde im Poker um die Zusatzbeiträge sein. Ob weitere Krankenkassen diesem Beispiel folgen, bleibt abzuwarten.

Der Zusatzbeitrag ist ein Instrument, das den Krankenkassen ermöglicht, finanzielle Lücken zu schließen, sofern die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht mehr ausreichen. Neben höheren Kosten für Arzneimittel, Ärztehonorare und Kosten für den allgemeinen medizinischen Fortschritt schlägt sich auch die Wirtschaftskrise auf den Gesundheitsfonds nieder. Die Ausgaben steigen in höherem Maße als die Einnahmen. Die Krankenkassen sind im Zuge der Gesundheitsreform dazu verpflichtet, diese Differenz zunächst aus den eigenen finanziellen Rücklagen und dann aus zusätzlichen Mitgliederbeiträgen zu finanzieren.

Zur Checkliste Zusatzbeiträge