Richtig in eine neue private Krankenversicherung wechseln

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Versicherte können mit einem PKV-Wechsel Beiträge sparen, wenn sie einige Regeln beachten

Werden die relevanten Bedingungen erbracht, kann ein Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) oder des Anbieters durchaus sinnvoll sein und einige Vorteile mit sich bringen: Durch einen Krankenversicherungswechsel lassen sich Beiträge sparen und auch Leistungen optimieren.

Dieser Schritt sollte allerdings gründlich vorbereitet werden. Die Checkliste zum PKV Wechsel zeigt, worauf Sie achten sollten, bevor Sie Ihre Krankenversicherung wechseln. Vor diesem Schritt sollten Versicherte vor allem klären, welche Leistungen sie von der neuen Krankenversicherung wünschen. Zu berücksichtigen sind dabei neben den gängigen Leistungen auch Zusatzleistungen und die Beiträge.

Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) herrscht kein Kontrahierungszwang für die private Krankenversicherung, d.h. private Anbieter haben keine Verpflichtung Antragsteller aufzunehmen. Der PKV-Wechsel kann sich sowohl als Tarifwechsel oder auch von einer gesetzlichen Kasse zu einem PKV-Anbieter vollziehen. Für einen Anbieterwechsel gilt es die notwendigen Fristen sowie unter Umständen auch Einkommensgrenzen (Neukunden) einzuhalten.

Checkliste

PKV-Anbieter wechseln - Schritt für Schritt

1. Wechsel des Tarifs oder des Anbieters?

Bereits privat Versicherte sollten bei einem Wechsel einiges beachten. Wer alle erworbenen Rechte (Rückstellungen etc.) behalten möchte, sollte sich zuerst über Alternativen bei seiner eigenen PKV erkundigen (Tarifwechsel). 

Weitere Infos zur PKV-Tarifoptimierung

Folgende Punkte müssen Sie nur bei einem Anbieterwechsel beachten!

2. Über Fristen informieren

Privatversicherte sollten in ihren Vertrag schauen, dort sind Kündigungsfrist und Sonderkündigung verankert.

3. Anforderungen an eine private Krankenversicherung überlegen

Für Neukunden: Eine private Versicherung lohnt vor allem in folgenden Fällen:

  • Mehr Leistungen als in GKV gewünscht
  • Für junge und gesunde Personen
  • Für bestimmte Berufsgruppen: Selbständige und Angestellte, Beamte

4. Kündigung an die alte Krankenversicherung schicken

  • Kündigungsfrist beachten
  • Fordern Sie eine schriftliche Kündigungsbestätigung an!
  • Kündigung wird erst wirksam, wenn eine neue Krankenvollversicherung nachgewiesen werden kann

5. Aufnahmeantrag bei neuer Krankenversicherung stellen

  • In der privaten Krankenversicherung erfolgt in der Regel eine Gesundheitsprüfung vor dem Beitritt
  • Wechsel gegebenenfalls für mitversicherte Familienmitglieder beachten
  • Den Aufnahmeantrag muss der Hauptvresicherte stellen

7. Aufnahmebestätigung einreichen

Die Aufnahmebestätigung der neuen Kasse muss rechtzeitig an die alte Krankenversicherung geschickt werden. Dann wird die Kündigung wirksam und der Krankenversicherungswechsel ist abgeschlossen. Leistungen können ab sofort bezogen werden, sofern keine Wartezeiten gelten.

PKV-Anbieter vergleichen

Das bietet die private Krankenversicherung

In Berücksichtigung der persönlichen Bedürfnisse, Ansprüche und gesundheitlichen Risiken erhält jeder Versicherte einen passenden Tarifvertrag für die private Krankenversicherung. Ein Wechsel in eine private Krankenkasse kann einige Vorteile mit sich bringen:

  • Kostenersparnis für einige Berufsgruppen (v.a. Selbständige, Freiberufler und Beamte)
  • individuell gestaltbarer Leistungskatalog
  • umfangreiche Leistungen
  • Beiträge richten sich nach dem Gesundheitszustand
  • es wird nur für tatsächlich bezogene Leistungen gezahlt. So lassen sich günstige Tarife finden, die solide Leistungen und langfristig stabile Beiträge bieten.

Häufige Fragen zum privaten Krankenversicherungswechsel

1. Wann lohnt sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung?

Oftmals lohnt sich der Schritt bei einem hohen Einkommen, bei Selbständigkeit sowie bei Beamten. In der PKV richten sich die Beiträge dann nicht nach dem Einkommen, sondern den gewählten Leistungen. Ob für die private Krankenversicherung ein Wechsel lohnt, hängt auch davon ab, ob Zusatzleistungen in den Tarif aufgenommen werden sollen.

2. Was muss ich bei einem Wechsel innerhalb der PKV beachten?

Vor der Entscheidung sollte ein unabhängiger Versicherungsvergleich durchgeführt werden. Unter Umständen sind durch einen Wechsel von privat zu privat hohe Einsparungen möglich. Wer auf bestimmte Anbieter setzt, kann gezielt Tarif-Angebote eines bestimmten Unternehmens anfordern. Im Einzelfall können Personen, die bereits privat versichert sind, einen Wechsel innerhalb der eigenen PKV-Gesellschaft prüfen. Oftmals ergibt sich dabei mehr Sparpotenzial als beim Wechsel des Anbieters.

3. Kann ich nach einem PKV-Wechsel zurück in die gesetzliche?

Grundsätzlich nein. Es gibt aber Ausnahmen: Angestellte können in die GKV zurückkehren, wenn ihr Bruttoarbeitsentgelt wieder unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt. Dies trifft beispielsweise zu, wenn das Gehalt langsamer als die Gehaltsgrenze steigt oder von Vollzeit- auf Teilzeitbeschäftigung gewechselt wird. Selbständige können wieder zurück wenn sie ein Angestelltenverhältnis aufnehmen und unter der Versicherungspflichtgrenze verdienen. Studenten, die während ihres Studiums privat versichert waren, können nach ihrer Exmatrikulation in eine gesetzliche Krankenkasse zurückwechseln.

4. Wann muss ein Kind mit in die private Krankenversicherung wechseln?

Kinder müssen bei folgenden Personengruppen ebenfalls in die PKV eintreten:

  • bei verheirateten Personen, sofern der Elternteil, der sich privat versichern möchte, nachhaltig und regelmäßig mehr verdient als der Elternteil, der in der GKV bleiben möchte oder muss
  • bei Elternteilen, die sich beide privat krankenversichern möchten

5. Wie finde ich günstige PKV-Tarife?

Wer in die private Krankenversicherung wechseln möchte, sollte sich zunächst über das bestehende Angebot auf dem Markt einen Überblick verschaffen. Hierbei sind vor allem Testberichte und verschiedene Testurteile hilfreich. Finanztest und Stiftung Warentest sowie zahlreiche andere Test-Agenturen prüfen immer wieder Service, Leistungen, Beiträge und Tarife der privaten Krankenversicherungsanbieter. So lassen sich günstige Tarife finden, die solide Leistungen und langfristig stabile Beiträge bieten.

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Bedingungen

Grundsätzlich kann in die PKV wechseln, wer die notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Bei einem Wechsel in die private Krankenversicherung müssen einige Aspekte für einen lückenlosen Schutz beachtet werden. Folgende Kriterien gelten für die Mitgliedschaft bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen:

  • Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze für Angestellte
  • Personen mit Versicherungsfreiheit wie Selbständige, Freiberufler, Beamte und unter Umständen auch Studenten können einkommensunabhängig in die PKV wechseln
  • erfolgreiche Gesundheitsprüfung zur Ermittlung des statistischen Krankheitsrisikos
  • Einhalten der Fristen bei Wechsel und Kündigung

Fristen

Wer seine private Krankenkasse verlassen möchte, um zu einem anderen Anbieter zu wechseln, muss folgende Fristen einhalten:

ordentliche Kündigung

  • drei Monate zum Ablauf des Kalenderjahres

In einigen Fällen ist eine Sonderkündigung möglich, dann gelten folgende Aspekte:

außerordentliche Kündigung
  • z.B. bei Beitragserhöhungen
  • Kündigung ist außerhalb der vorgeschriebenen Kündigungsfrist möglich (1 bis 2 Monate)