Mitglieder verweigern Zahlung der Zusatzbeiträge
Mittwoch, 10. Mär 2010, 11:27
Nicht alle Versicherten überweisen den Zusatzbeitrag.
Die DAK zählt etwa 4,6 Millionen Mitglieder und führte kürzlich den Zusatzbeitrag rückwirkend zum Februar ein. Ein Sprecher der Krankenkasse berichtet, dass eine Woche vor der ersten Zahlung allerdings erst 1,5 Millionen Einzugsermächtigungen eingegangen seien. Dennoch sieht das Unternehmen kaum Anlass, sich um Zahlungsverweigerungen zu sorgen. Die Frist laufe noch bis zum 15. März und es wird davon ausgegangen, dass die meisten Mitglieder ihren Zusatzbeitrag zahlen werden. Jedoch ist das Geschäft mit den Zusatzbeiträgen bislang unsicher: Selbst wenn Mitglieder die Zahlung verweigern sollten, gibt es kaum Möglichkeiten, diese dazu zu zwingen.
Kündigungen wegen Zusatzbeitrag
Andere hingegen äußerten ihren Ärger durch einen Wechsel der Krankenkasse. Bei der BKK advita gab es nach Ankündigung der Zusatzbeiträge einige Kündigungen. Auch andere Krankenkassen wie die BKK Gesundheit, die BKK für Heilberufe oder die Deutsche BKK berichten über den Verlust ihrer Versicherten. Genauere Zahlen gelangen allerdings nur spärlich an die Öffentlichkeit.
Die KKH-Allianz hat erst in dieser Woche ihre 1,5 Millionen Mitglieder angeschrieben und sie über die Erhebung des Zusatzbeitrages in Höhe von 8 Euro informiert. Bisher haben einige Versicherte ihre Einzugsermächtigung über das Internet erteilt.
AOK gewinnt neue Mitglieder
Die AOK Nord hingegen verbuchte für das Jahr 2009 nach bisherigen Schätzungen keine Verluste und rechnet dementsprechend auch nicht mit der Erhebung des Zusatzbeitrags. Die genaue Abrechnung für das vorherige Jahr wird aber erst im April feststehen. Der Vorstandsvorsitzende Dieter Paffrath betont, dass mögliche Verluste in diesem Jahr durch Rücklagen finanziert werden können. Seit Beginn des Jahres konnte die Krankenkasse beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern 6000 neue Mitglieder gewinnen.
Topverdiener Krankenkassen-Chefs
Experten zufolge wird in diesem Jahr mit einem Verlust von vier Milliarden Euro bei den Krankenkassen erwartet. Wenn finanzielle Rücklagen nicht mehr ausreichen, können die gesetzlichen Versicherer einen Zusatzbeitrag erheben und so mögliche Defizite ausgeglichen werden. Dennoch gehören die Chefs der Krankenkassen offenbar zu den Topverdienern. Aus dem Bundesgesetzblatt ging kürzlich hervor, dass sich die Gehälter um bis zu 25 000 Euro pro Jahr erhöhten, trotz der angespannten finanziellen Situation im Gesundheitssystem.
am 10. Mär 2010 um 12:21
Einsparungsmöglichkeiten gibt es genug.
Und Patienten - die "Geduldigen - haben keine Eingreifmöglichkeit. Das Einzige, was sie tun können, ist, aus dem Krankheitssystem auszusteigen. D.h. daraus keine Leistungen mehr in Anspruch zu nehmen und selbst für ihre Gesundheit zu sorgen. Zahlen müssen sie dann zwei Mal. Zum Einen für die Zwangsbeiträge des Systems und zum Anderen für die wirkliche Pflege ihrer Gesundheit. [Durch die Redaktion bearbeitet]
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