Vitamin B hilft nach Schlaganfall
Montag, 01. Mär 2010, 09:25
Das Vitamin B soll die Heilung nach dem Schlaganfall beschleunigen.
Die Tests an den Tieren haben gezeigt, dass Niacin (auch bekannt als Vitamin B3) Nervenschäden nach einem Schlaganfall reparieren kann. Durch die Neubildung von Nervenzellen und Blutgefäßen werden betroffene Regionen des Gehirns regeneriert und Schäden somit gelindert. Das Projekt, das von Dr. Michael Chopp, Direktor des Henry-Ford-Science-Insituts in Detroit geleitet wurde, lässt die Wissenschaftler noch auf andere Erkenntnisse schließen. So könnte das Vitamin nicht nur nach Schlaganfällen genutzt werden, sondern auch bei Hirnverletzungen oder der Therapie bei einem Hirntrauma.
Vitamin senkt Cholesterin-Werte
Ein Schlaganfall wird durch mehrere Risikofaktoren bestimmt, die besonders den Betroffenen oftmals gar nicht bekannt sind. Neben Rauchen, Übergewicht oder Bluthochdruck spielen auch hohe Blutfettwerte eine große Rolle. Das Vitamin ist ein sehr effektives Mittel, um Blutfettwerte zu senken. Was die wenigsten wissen: Es gibt gutes HDL-Cholesterin und schlechtes LDL-Cholesterin. Niacin sorgt nicht nur dafür, dass schlechtes Cholesterin reduziert wird, sondern erhöht gleichzeitig den Anteil an gutem Cholesterin.
Neue Blutgefäße und Nervenzellen
Im Henry Ford Hospital in Detroit wurde den Tieren die wasserlösliche Substanz nach einem Schlaganfall von amerikanischen Forschern verabreicht. Daraufhin haben sich neue Blutgefäße und Nervenzellen gebildet und der Zustand der Tiere habe sich enorm verbessert. Ein ähnlicher Effekt wird nun auch beim Menschen vermutet.
Bei den eingelieferten Patienten im Krankenhaus in Detroit hatten Untersuchungen gezeigt, dass diese einen sehr geringen HDL-Spiegel aufwiesen. Die Wissenschaftler vermuteten, dass die Verabreichung des Vitamins den HDL-Spiegel und somit das gute Cholesterin steigern könnte. Dies bestätigte sich dann in den Tests mit den Tieren.
Allheilmittel Niacin
Schlaganfallpatienten sind häufig von Lähmungserscheinungen, Inkontinenz oder Sprachstörungen betroffen. Sollte sich das Ergebnis beim Menschen bestätigen, hätte stünde der Medizin ein neues, kostengünstiges und gut verträgliches Mittel zur Therapie von Schlaganfällen zur Verfügung. Niacin ist schön länger bekannt für seine unterstützende Wirkung bei Diabetes, Arthritis, Geisteskrankheiten oder Kopfschmerzen. Michael Chopp hofft nun, dass seine Resultate nicht nur Schlaganfallpatienten, sondern auch in anderen Bereichen der Neurologie hilfreich sein können. Die Ergebnisse seiner Studie möchte er offiziell auf der Internationalen Schlaganfall-Konferenz in Texas präsentieren.
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