Bewegung im Winter

TK: Sport ist auch bei niedrigen Temperaturen gesund

Donnerstag, 23. Feb 2012, 11:55
Sich im Winter aus Angst vor Verletzungen vor sportlicher Betätigung zu drücken, ist falsch. Denn körperliche Ertüchtigung stärkt auch bei kälteren Temperaturen das Immunsystem. Einige Grundregeln sollten aber beachtet werden, um gesund durch das Trainingsprogramm zu kommen. Die richtige Kleidung ist die halbe Miete.
Wintersport, aber auch Walken, Radeln oder Joggen sind bei kalten Temperaturen gesund

Wintersport, aber auch Walken, Radeln oder Joggen sind bei kalten Temperaturen gesund

Sport ist gesund, und zwar zu jeder Jahreszeit. Auf die körperliche Betätigung sollte man sogar auch im Winter nicht verzichten. Vorteilhaft wäre in diesem Fall aber, bestimmte Grundregeln zu befolgen. Dazu gehören die richtige Einschätzung der Temperaturen, die Verwendung von angemessener Kleidung und ein optimales Erwärmungsprogramm. Außerdem sollte man gesund sein und sich nicht krank fühlen. Unter Beachtung dieser Voraussetzungen kann das Verletzungsrisiko deutlich minimiert werden. Sorgen in dieser Hinsicht sind also völlig unbegründet und können bestenfalls als Ausrede gelten. Doch wer sich im Winter gar nicht bewegt, riskiert sogar seine Gesundheit. Das sagen Ärzte der Techniker Krankenkasse (TK).

Bewegung vertreibt Stimmungsschwankungen

Sport wie Walking, Jogging oder Radeln an der frischen Luft ist demnach auch im Winter eine gute Sache. Er vertreibt ein mögliches winterliches Stimmungstief, stärkt in der Erkältungssaison das Immunsystem und schützt vor Infektionen. Neben den schon genannten Bedingungen ist es nach Informationen der TK Baden-Württemberg aber auch wichtig, seinem Körper nicht allzu viel abzuverlangen. Das Trainingspensum sollte nur langsam gesteigert werden. Bis zu dreimal pro Woche eine halbe Stunde Ausdauersport sind im Winter die richtige Dosis. Um regelmäßig am Ball zu bleiben, ist eine abwechslungsreiche und spaßbringende Sportart am besten. Bei bereits vorliegenden Erkältungen oder Infektionen sollte man aber von großen sportlichen Aktivitäten Abstand nehmen.

Zehn Grad Minus sind die Untergrenze

Wird der Winter richtig streng, sollten allerdings auch Hartgesottene auf Indoor-Aktivitäten umsteigen. Minus zehn Grad Celsius und kälter gelten hier als Temperaturgrenze. Nach Auffassung der Deutschen Lungenstiftung (DLS) besteht nämlich dann auch für Gesunde die Gefahr, bei körperlicher Anstrengung unter Husten oder Atemnot zu leiden. Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale oder chronisch-obstruktiver Bronchitis (COPD) können bei Sport in der Kälte zusätzliche Beschwerden wie Reizhusten, Brennen in den Atemwegen oder Atemnot erleiden.

Das Drei-Schichten-Prinzip schützt vor Auskühlung

Wer Sport im Winter treiben möchte, sollte am besten durch die Nase ein- und durch den Mund wieder ausatmen, weil die Nase die kalte Luft vorwärmt. Die Dauer der Aufwärmphase sollte zudem rund 20 Prozent der gesamten Trainingszeit betragen, weil Muskeln, Bänder und Gelenke bei niedrigen Temperaturen länger brauchen, um warm zu werden. Auch mit der richtigen Kleidung lässt sich einiges herausholen. Mit dem Drei-Schichten-Prinzip, bestehend aus Unterwäsche, wärmender Isolationsschicht und Schutzschicht, kann man nichts falsch machen. Baumwolle ist weniger geeignet, weil sie die Feuchtigkeit nicht von innen nach außen leitet. Auch eine Mütze ist wichtig, weil der Mensch 40 Prozent seiner Körperwärme über den Kopf abgibt.

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