Rückkehr der Vogelgrippe

H5N1: Neue Todesfälle durch Vogelgrippe in Asien

Dienstag, 24. Jan 2012, 14:50
Als die Vogelgrippe vor wenigen Jahren bei Vögeln in Westeuropa nachgewiesen wurde, befüchteten die Behörden auch eine Verbreitung in Deutschland. Nach der Zwangsschlachtung zahlreicher Tiere wurde es allerdings auch schon wieder still um die Vogelgrippe. In China gibt es nun allerdings wieder vermehrt Todesfälle.
Möglicherweise ist die Vogelgrippe in Asien wieder auf dem Vormarsch

Möglicherweise ist die Vogelgrippe in Asien wieder auf dem Vormarsch

Die Vogelgrippe traf Deutschland 2005 mit voller Wucht. Nachdem in Rumänien und der Türkei das eigentlich nur in Südostasien verbreitete Virus nachgewiesen wurde, reagierten die deutschen Behörden mit umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen. Aus Angst vor einer Grippeepidemie durften zahlreiche Hühner und Enten nur noch im Stall gehalten werden und etliche Tiere wurden wegen des Verdachts auf Vogelgrippe zwangsgeschlachtet. Doch die Vorsorge war ein Erfolg: Es hatte sich kein einziger Deutscher mit dem Virus infiziert. In China hingegen gibt es nun schon das zweite Todesopfer innerhalb eines Monats. Das chinesische Gesundheitsministerium schätzt das H5N1-Virus nach wie vor als “hochgradig gefährlich” ein. Auch Vietnam meldet das erste Mal seit zwei Jahren wieder einen Todesfall in Zusammenhang mit der Vogelgrippe. In Kambodscha erlag ein zweijähriger Junge den Folgen der Infektion.  

Verbreitung überwiegend in Teilen von Asien

Die Angst vor der Vogelgrippe ist berechtigt. Immerhin tötet das Virus fast alle Vogelarten, die an ihm erkranken. Von den weltweit bisher 600 erkrankten Menschen, starben etwa 350 an den Folgen der Infektion. Die meisten dieser Todesfälle wurden allerdings zwischen 2005 und 2007 registriert. In dieser Zeit war das Virus weltweit verbreitet, mittlerweile grassiert die Vogelgrippe allerdings fast ausschließlich in Südostasien und Teilen von Afrika. Da die Menschen hier häufig auch mit Vögeln zusammen leben, ist die Ansteckungsgefahr in diesen Regionen umso höher. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist bei den bisher bekannten H5N1-Viren nicht möglich.

Kritik an Studie mit Vogelgrippe

Auch Forscher der Erasmus-Universität Rotterdam und University of Wisconsin-Madison haben nun ihre Arbeit an einem "Supervirus" der Vogelgrippe unterbrochen. Sie haben in Experimenten untersucht, unter welchen Bedingungen das Virus sich so verändere, dass auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich wäre. Ursprünglich war der Plan der Wissenschaftler, ihre Studie zu veröffentlichen. Die USA und andere Länder hingegen befürchten, dass das neue Supervirus einerseits in falsche Hände geraten könnte oder andererseits von Terroristen nachgebaut werden könne. Dies könnte dann für den Bau von Biowaffen genutzt werden, womit zahlreiche Menschen infiziert werden könnten.

Unterbrechung der Experimente mit H5N1

Die Wissenschaftler werden ihre Untersuchungen nun freiwillig für 60 Tage unterbrechen. Sie forderten im Gegenzug ein internationales Forum, das über die Gefahren der Vogelgrippe aufklärt und entsprechende Gegenmaßnahmen vorschlägt. Der größte internationale Wissenschaftlerverband AAAS (American Association for the Advancement of Science) hat nun angekündigt, das Thema bei seiner Jahressitzung im Februar genauer zu behandeln.

1A Krankenversicherung - Twitter Kanal
Was erwarten Sie von Ihrer Krankenversicherung?
Günstige Beiträge
Hohe Leistungen
Positive Testergebnisse
Beratung vor Ort