Tag des alkoholgeschädigten Kindes

Alkohol während der Schwangerschaft gefährdet Baby

Donnerstag, 09. Sep 2010, 11:38
Viele Kinder kommen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen zur Welt. Nicht selten spielt Alkohol während der Schwangerschaft dabei eine entscheidende Rolle. Da immer noch zu viele schwangere Frauen die Risiken unterschätzen, startete die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“
Alkohol in der Schwangerschaft schadet dem ungeborenen Kind

Alkohol in der Schwangerschaft schadet dem ungeborenen Kind

Es ist ein Tag, der von der Initiative FASworld ins Leben gerufen wurde und insbesondere werdende Mütter auf die Gefahren von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft aufmerksam machen soll. Der heutige „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“ erinnert an die etwa 10.000 Kinder, die jedes Jahr mit alkoholbedingten Störungen wie dem Fetalen Alkoholsyndrom auf die Welt kommen. Die Symptome reichen von äußeren Fehlbildungen über Organschäden hin zu Sprach- und Entwicklungsstörungen. Nur etwa 20 Prozent der Betroffenen können später ein eigenständiges Leben führen. Doch ein Großteil der erkrankten Kinder wird durch die Missbildungen und geistigen Einschränkungen ein Leben lang auf Betreuung angewiesen sein.

Jede Zweite gefährdet Gesundheit vom ungeborenen Kind

Schon bei den geringsten Mengen Alkohol kann das Neugeborene erheblich geschädigt werden. Doch hängen die Folgen für die Gesundheit des Kindes nicht nur von der Menge, sondern auch vom Zeitpunkt der Schwangerschaft ab. Während der Alkoholgenuss in den ersten Monaten für körperliche Schäden sorgt, verursacht er im späteren Verlauf eher geistige Störungen. Letztere treten allerdings nicht immer gleich nach der Geburt auf, sondern können sich auch erst in der späten Kindheit oder in der Jugend herausbilden. Auch Ärzte warnen immer wieder davor, in der Schwangerschaft Alkohol zu trinken. Umso erschreckender ist es, dass fast 60 Prozent der werdenden Mütter angeben, gelegentlich Alkohol zu trinken. Damit gefährdet etwa jede zweite Schwangere ihr Neugeborenes.

Vorbeugung durch Aufklärung

Vor knapp 20 Jahren wurde das erste Mal vermutet, dass der Alkoholkonsum während der Schwangerschaft zu Missbildungen beim Neugeborenen führen kann. Mittlerweile ist diese Vermutung wissenschaftlich nachvollziehbar und trotzdem gibt es immer noch viele Frauen, die ihr Baby diesen Risiken aussetzen. In der Aktion „Alkohol? Kenn dein Limit.“ gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung umfangreiche Informationen zum Thema Alkohol in der Schwangerschaft und hofft damit, viele werdende Mütter auf die folgenschweren Konsequenzen ihres möglichen Alkoholkonsums hinzuweisen.

gast meint:

am 9. Sep 2010 um 14:15

...oh mein gott. Derjenige, der diesen Artikel verfasst hat war wohl selbst betrunken. Dem normal Intelligenten Deutschen sind die Inhalte dieses Artikels bekannt!

Wolfgang meint:

am 9. Sep 2010 um 14:18

nun

d a s ist ja eine ganz neue Erkenntnis ( Ironie Ende)

und was ist mit dem Rauchen ?
das wurde mir ( 65 J: ) schon vor über 30 Jahren erkärt ( und meiner Frau selbstverst. auch )
DAS wusste schon meine Mutter.

da sieht man doch oft genug Schwangere im u. am Krankenhaus mit der Zig. rumlaufen

schönen Tag noch

Weasliy meint:

am 9. Sep 2010 um 14:33

was ganz neues :O

kurtrichard meint:

am 9. Sep 2010 um 14:53

Ich finde, diese Erkenntnis ist Phänomenal, kam diese Person, oder *MAN*da ganz von alleine drauf? Ich ... gratuliere! Kurtrichard

Andreas meint:

am 9. Sep 2010 um 16:57

Liebe Leute,
warum macht Ihr Euch (ok - nicht alle) so mit Ironie über diesen Artikel her? Wenn das alles wirklich sooo einleuchtend und allen und jedem bekannt ist, frage ich mich, warum es immer noch so viele Kinder mit FAS (ca. 4.000/Jahr) oder FAE (über 10.000/Jahr) im Jahr geboren werden.

Rainer Kurweneit meint:

am 9. Sep 2010 um 18:25

Alkohol in der Schwangerschaft ist sogar noch viel schädlicher für das heranwachsende Kind, als man das noch bis vor wenigen Jahren gedacht hat. Warum, kann man im SPIEGEL vom 7. September 2009 auf den Seiten 122 bis 124 nachlesen:
http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=66803960&aref=image040/2009/09/05/ROSP200903701220124.PDF&thumb=false

Christiian meint:

am 9. Sep 2010 um 20:26

Hallo,
es gibt tatsächlich Leute, die es nicht besser wissen. Bei meiner Aufklärungsarbeit „Alkohol und Alkoholismus“ stelle ich immer wieder fest, dass die Menschen die mit Alkohol kein Problem haben zu den Veranstaltungen erscheinen. Sie wissen auch welche Gefahren, unkontrollierter Alkoholkonsum mit sich bringt. Die die es nötig hätten aber nicht ansprechbar sind. Sind die Frauen, die in der Schwangerschaft Alkohol zu sich nehmen etwa abhängig? Leben sie in einer Gesellschaft in dem Alkohol dazugehört?
Gruß
Christian

Peter meint:

am 10. Sep 2010 um 11:18

Wahnsinn, wie haben die das nur herausgefunden. Wäre niemals, auch nicht ansatzweise darauf gekommen. Meine Frau ist im 6ten Monat Schwanger und wir trinken jeden Abend gemeinsam mindestens eine Kiste Bier. Jedenfalls ist das eine absolute Neuigkeit.
Aber wenn das so wie hier beschrieben ist, so sage ihr das.

Danke !

Reiner Kurweneit meint:

am 14. Sep 2010 um 18:08

Laut einer Studie der Berliner Charité aus dem Jahr 2008 konsumieren 58% aller Schwangeren gelegentlich Alkohol.
Quelle: h++p://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=33612

Wie es also scheint, leuchtet es wohl mehr als der Hälfte der Frauen nicht ein, dass man während einer Schwangerschaft gar keinen Alkohol trinken sollte.

Maria Schälke meint:

am 8. Nov 2010 um 17:09

Es soll immer noch Gynäkologen geben die den Schwangeren kein absolutes "Alkoholverbot" erteilen und genau da geht es schon los!!! Und die schwer erreichbaren, die alkoholabhängigen Frauen kommen aus dem Teufelskreis der Sucht auch in der Schwangerschaft nicht so einfach raus. Deshalb ist es umso wichtiger das man dieses thematisiert und dazu aufruft, Hilfe in Anspruch zu nehmen!
Ich finde diese Ironie, die hier manche zu diesem Thema an den Tag legen, nicht als angebracht, denn das Thema ist auf jeden Fall aufgrund der schweren Folgen für die Kinder, ernstzunehmen!!!




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