Vegane Ernährung: Bewusst essen ohne tierische Produkte

Bei der veganen Ernährungsweise wird der Verzehr von tierischen Nahrungsmitteln oder Nahrungsmitteln mit tierischen Bestandteilen strikt abgelehnt.

Die vegane Ernährung bzw. vegane Lebensweise beruht häufig auf ethischen Gründen und lehnt strikt tierische Produkte jeglicher Art ab. Dies reicht sogar soweit, dass Kleidung, Kosmetika oder auch Medikamente mit tierischen Bestandteilen abgewiesen werden. Wer sich vegan ernährt, verzichtet hier also auf Fleisch, Fisch, Eier, Milch und sogar Honig.

Gründe für eine vegane Ernährung

Laut der Nationalen Verzehrsstudie lebt in Deutschland nur ein sehr geringer Teil an Menschen, die sich rein vegan ernähren. Entscheidungsgründe hierfür sind meist ethischer Natur. D.h. man will das Ausbeuten von Tieren bzw. Grausamkeiten gegenüber Tieren verhindern und beruft sich hier auf die Tierrechte. Außerdem gehen Veganer davon aus, dass eine rein vegane Ernährungs- bzw. Lebensweise positive Folgen für die Umwelt habe. Hierfür gibt es zahlreiche Theorien, welche beweisen, dass weniger Ressourcen verbraucht und die Umwelt damit weniger belastet werden würde. Aber auch spirituelle und gesundheitliche Gründe können hier vorliegen. Leitgedanke ist jedoch in den meisten Fällen das Vermindern von Leid.

Formen des Veganismus

Auch wenn durch eine vegane Ernährungsweise, sich der Spielraum gerade für die Auswahl der Nahrungsmittel stark eingeschränkt, gibt es hier dennoch eine Vielzahl von unterschiedlichen Lebensweisen. So haben sich im allgemeinen Sprachgebrauch einige wenige Formen des Veganismus gefestigt:

1. Vegane Rohkost

Hier wird ausschließlich nur Rohkost pflanzlicher Art verzehrt. Das Verarbeiten bzw. Garen der Nahrungsmittel wird abgelehnt

2. Bio – Veganismus

Dies bedeutet, dass lediglich nur Produkte aus ökologischer Erzeugung gekauft bzw. konsumiert werden.

3. Frugane Ernährung

Bei dieser veganen Ernährungsform will man sogar der Pflanze selbst nicht schaden und konzentriert sich damit nur auf deren Früchte. Obst, Nüsse und Samen sind somit die bevorzugten Nahrungsmittel.

Ebenso hat sich der Begriff „Pudding – Veganer“ etabliert, welcher für die Veganer steht, die nicht weiter auf eine ausgewogene Ernährung achten, sondern vielmehr Fertiggerichte und Süßigkeiten bevorzugen, welche kaum noch wichtige Nährstoffe enthalten.

Gesundheitliche Aspekte der veganen Ernährungsweise

Eine rein vegane Ernährung wird nur in den seltensten Fällen empfohlen. Setzt sie doch ein hochrangiges Ernährungswissen voraus. D.h. wer sich vegan ernähren will, sollte sich intensiv mit der Zusammensetzung von Lebensmitteln, sowie deren Inhaltsstoffen, beschäftigen. Denn ein kompletter Verzicht auf tierische Lebensmittel kann zu einer geringeren Aufnahme einzelner Mikronährstoffe führen. Hier seien vor allem das Vitamin B12, Eisen, Zink aber auch Calcium genannt. Müdigkeit, Verdauungsprobleme oder häufige Atemwegserkrankungen können hier unspezifische Mangelerscheinungen darstellen, welche sich bei Manifestation zu schwerwiegenderen Erkrankungen entwickeln können.

Eine rein vegane Ernährung ist vor allem Schwangeren, Stillenden, Säuglingen und auch Kleinkindern nicht zu empfehlen. 

(Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu medizinischen Inhalten!)