Die optimale Ernährung in der Stillzeit
Die Stillzeit ist ebenso eine wichtige Phase im Leben von Mutter und Kind, wie die Schwangerschaft selbst. Während der Körper erst dafür sorgte, dass das Ungeborene gesund im Mutterleib heranwachsen und gedeihen kann, stellt er nun die optimale Versorgung des Kindes mit allen wichtigen Nährstoffen über die Muttermilch sicher. Eine positive Beeinflussung ihrer Zusammensetzung kann mit Hilfe einer abwechslungsreichen Ernährung erzielt werden.
Ernährungsplan für stillende Mütter
Während der Stillzeit liegt ein erhöhter Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen vor, welche über die Nahrung zur Verfügung gestellt werden müssen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Mutter "für zwei essen" soll. Der Energieverbrauch steigt nur geringfügig an, so dass es angebracht ist, auf vollwertige und frische Nahrungsmittel zurück zu greifen. Dies sollte demnach nicht auf dem Speiseplan einer stillenden Mutter fehlen:
1. Reichlich Flüssigkeit
Mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag, in Form von stillem Wasser, Kräuter- und Früchtetee unterstützt die Milchproduktion positiv. Salbeitee kann sich jedoch negativ auf diese auswirken. Weitere Informationen darüber, warum Trinken gesund ist.
2. Obst und Gemüse
Reichlich Obst und Gemüse stellt die Versorgung mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen sicher und sättigt obendrein sehr gut. Sekundäre Pflanzenstoffe tragen obendrein zur Gesunderhaltung von Mutter und Kind bei.
3. Vollkornprodukte
Getreideprodukte machen satt und bieten die notwenige Energie für den Tag. Doch nur Vollkornprodukte liefern auch gleichzeitig wichtige Ballaststoffe, Eiweiße, Mineralien und Vitamine für den Körper.
4. Milch und Milchprodukte
Der Bedarf an Eiweiß und Calcium ist nach wie vor erhöht. Aber auch der Bedarf an B Vitaminen sollte nicht unterschätzt werden. Daher ist es ratsam täglich Milch und Milchprodukte in den Speiseplan zu integrieren, wie Käse, Joghurt oder Quarkspeisen.
5. Mageres Fleisch, Fisch und Eier
Dreimal die Woche eine leckere Fleischmahlzeit, mindestens einmal Fisch und maximal drei Eier pro Woche stellen die optimale Versorgung mit hochwertigen Eiweißen aber auch Mineralien, wie Eisen, Zink und Jod sicher.
6. Hochwertige Öle
Essentielle Fettsäuren sind nun sehr wichtig für Mutter und Kind. Daher empfiehlt es sich auf hochwertige Öle zurückzugreifen, wie Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Olivenöl. Dagegen muss auf versteckte Fette in Backwaren, Wurstwaren und einigen Milchprodukten stark geachtet werden.
Weitere Informationen über Lebensmittelinhaltsstoffe.
Liste mit Lebensmitteln, welche Stillende meiden sollten
Generell kann alles gegessen werden, was die Mutter verträgt und dem Kind ebenso gut bekommt. Dafür sollte die Mutter stets ihre Ernährung im Blick behalten und auch das Kind beobachten. Unruhe, Blähungen oder ein wunder Po können ein Hinweis darauf sein, dass gewisse Lebensmittel vom Kind nicht vertragen werden. Andere Lebensmittel wiederum sollten nicht verzehrt werden, weil sie dem Kind schaden können - durch darin enthaltene Giftstoffe oder aber durch das eventuelle Vorhandensein von Krankheitserregern. Während auf Alkohol daher gänzlich verzichtet werden sollte, ist bei folgenden Lebensmitteln Vorsicht geboten:
- Rohes Fleisch, wie Hackfleisch oder nicht durchgegartes Fleisch
- Rohe Wurst, wie Mettwurst oder Salami
- Fruchtsäuren in Säften und Obst
- Blähende Lebensmittel, wie Zwiebeln, Kohlsorten und Hülsenfrüchte
- Kaffee und schwarzer Tee
- Kohlensäurehaltige Getränke
- Stark gewürzte, scharfe Speisen
(Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu medizinischen Inhalten!)







