Ernährung bei Krankheit: spezielle Ernährungsformen

Nicht immer ist eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung möglich. Bestimmte Erkrankungen, Allergien oder Unverträglichkeiten erfordern eine spezielle Ernährungsweise. Häufig werden beim Arzt Diagnosen gestellt, die den Patienten schlichtweg überfordern können. Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn es sich um die Feststellung einer Erkrankung, Allergie oder Unverträglichkeit handelt, die eine spezielle Ernährungsweise erfordert. Mit ihr soll der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst, d.h. Symptome gemildert oder Krankheitsschübe verhindert werden. Doch nicht selten stellt sich der Patient hier die Frage: „Was darf ich noch essen?“

Was sind spezielle Ernährungsformen?

Nicht immer ist eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung nach den allgemeingültigen Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung angebracht. Einige Erkrankungen, wie z.B. Gicht, Diabetes mellitus oder verschiedene Krebserkrankungen machen eine spezielle Ernährungsweise erforderlich. Aber auch Allergien oder Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Stoffen können Betroffene zu einer bestimmten Ernährung zwingen.

Spezielle Ernährungsformen sind demnach da, um Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen, Symptome zu mildern, bzw. zu verhindern oder aber das Fortschreiten von Erkrankungen zu vermeiden. D.h. es wird hier jeweils auf die Lebensmittel oder Lebensmittelinhaltsstoffe verzichtet, welche sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

Wann ist eine spezielle Ernährung angebracht?

In einigen Fällen plagen sich Betroffene sehr lange, bis einzelne Beschwerden mit Allergien, Unverträglichkeiten oder aber auch bestimmten Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Demnach sollte man sich selbst bei wiederkehrenden Beschwerden selbst gut beobachten. Hilfreich sind Angaben zu den einzelnen Mahlzeiten sowie Auftreten der Beschwerden. Letztendlich kann jedoch nur der Arzt eine endgültige Diagnose stellen. Auf Grund dieser Diagnose können dann Behandlungsmöglichkeiten in Angriff genommen werden, welche unter anderem eine Ernährungsumstellung einschließen können.

Beispiele für spezielle Ernährungsformen

In der folgenden Tabelle sollen nur einige wenige spezielle Ernährungsformen aufgeführt werden.
Sie erhebt jedoch keinen Anspruch Vollständigkeit.

Spezielle ErnährungsformAnwendungsgebiete
Natriumarme ErnährungBluthochdruck, dialysepflichtiger Niereninsuffizienz, Ödeme
Calciumreiche ErnährungOsteoporose, Rachitis, Osteomalazie
Lactosefreie ErnährungLactoseintoleranz, Lactasemangel
Milcheiweißfreie ErnährungKuhmilchallergie
Purinarme KostHyperurikämie, Gicht
Hühnereifreie KostEiallergie
Glutenarme/ glutenfreie ErnährungZöliakie/ Sprue
ReduktionskostÜbergewicht/ Adipositas, Bluthochdruck
Proteinarme ErnährungNieren- und Leberversagen

Krankenversicherungen helfen bei der Informationsbeschaffung

Betroffene, die auf eine spezielle Ernährung angewiesen sind, sei es auf Grund einer Erkrankung, Allergien oder Unverträglichkeiten, benötigen dringend eine Ernährungsberatung. Denn sie erfordert ein genaues Wissen über die Zusammensetzung unserer Lebensmittel und deren Inhaltsstoffe bzw. Zutaten. Der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel, Lebensmittelgruppen oder einzelner Inhaltsstoffe bedeutet allerdings nicht, dass man zukünftig auf Genuss verzichten muss oder Mangelerscheinungen ausgeliefert ist.

Die zuständigen Krankenversicherungen kommen hier den Betroffenen bei der Beschaffung von Informationsmaterial entgegen oder aber auch bei der Vermittlung von entsprechenden Ernährungsberatungsstellen. In einigen Fällen können auch Kuren beantragt werden.

(Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu medizinischen Inhalten!)