Weniger Salz im Essen - natriumarme Ernährung

natriumarme Ernährung salzarm
Eine salzarme Ernährung kann bestimmte Krankheiten lindern und das körperliche Wohlbefinden stärken

Eine natriumarme Ernährung soll vor allem helfen, Bluthochdruck zu senken aber auch andere Beschwerden, wie zum Beispiel dem Entstehen von Ödemen, vorzubeugen. Dafür wird bei dieser Ernähungsweise weitgehend auf salzreiche Lebensmittel verzichtet.

Eine natriumarme Ernährung ergibt sich unter anderem aus der eingeschränkten Zufuhr von Kochsalz. Doch dies allein genügt nicht. Auch Nahrungsmittel mit einem hohen Salzgehalt sollten vermieden werden. Natrium ist ein wichtiger Mineralstoff, der in unserem Körper neben Kalium, Magnesium und Kalzium am häufigsten auftritt. In der Chemie mit einem „Na“ gekennzeichnet übernimmt es, wie andere Mineralstoffe auch, wichtige Funktionen in unserem Körper. Natrium ist daher essentiell und muss mit der Nahrung dem Körper zugeführt werden. Bei bestimmten Krankheiten kann zu viel Salz jedoch zu einer Verschlimmerung des Krankheitsverlaufes führen.

Gesundheitliche Gründe für eine natriumarme Ernährung

Mittlerweile wird eine natriumarme Ernährung nur noch sehr selten medizinisch verordnet. In der Regel wird sie noch bei folgenden Krankheiten empfohlen:

Das bedeutet „natriumarme Kost“ und „natriumnormierte Kost“

Die Natriumzufuhr, bzw. der Bedarf wird stets in Form von NaCl, also Kochsalz, angegeben. 1 g Natrium entspricht somit 2,5 g Kochsalz.

Info
Natriumarm und natriumnormiert

1. Natriumarme Kost

=  maximal 3 g Kochsalz pro Tag (1,2 g Natrium pro Tag)

2. Natriumnormierte Kost

= maximal 6 g Kochsalz pro Tag (2,4 g Natrium pro Tag)

Wenn man davon ausgeht, dass die tatsächliche Aufnahme von Natrium, vor allem in Form von Kochsalz, weit über den empfohlenen 6 g pro Tag liegt, ist es in vielen Fällen bereits hilfreich, die Kochsalzzufuhr stark einzuschränken. Eine streng natriumarme Ernährung mit maximal 1 g Kochsalz pro Tag wird heute kaum noch praktiziert.

Salzarme Lebensmittel bevorzugen: Natriumarm essen und trinken

Kennzeichnungen für Salz

Achten Sie auf folgende Bezeichnungen:

  • Natriumphosphat
  • Natriumnitrat
  • Natriumnitrit
  • Natriumalginat

Wer sich natriumarm ernähren möchte, wird schnell feststellen, dass es nicht allein reicht, die Kochsalzzufuhr zu drosseln. Das Lesen von Zutatenlisten wird hier unbedingt notwendig. Denn in den meisten Lebensmitteln wird Natrium nicht nur in Form von Kochsalz zugefügt, sondern auch, um Lebensmittel länger haltbar zu machen oder ihr Aussehen zu verbessern.

Lebensmittel, die als „natriumarm“ oder gar als „streng natriumarm“  deklariert werden, gelten als diätetische Lebensmittel und unterliegen strengen Vorschriften. Jene Produkte können im Fachhandel oder in gut sortierten Supermärkten erworben werden. 

Tipp
Kochsalz ersetzen

Einfaches Kochsalz kann durch spezielle Diätsalze, Kräuter sowie Gewürze ersetzt werden. 

Lebensmittel mit einem niedrigen bzw. hohen Natriumgehalt

Als natriumarm gelten alle Lebensmittel mit einem Gehalt unter 120 mg Natrium pro 100 g Lebensmittel. So kann man folgende Lebensmittel empfehlen bzw. nicht empfehlen:

natriumarmlieber vermeiden
natriumarmes Mineralwasser (bis zu 20 mg Natrium pro Liter), Kräutertee, Früchtetee, Säfte
Gemüsesäfte
Obst, Obstprodukte, GemüseBohnen, Sellerie, Champignons,
Nüsse, Samen, HülsenfrüchteTomatenmark, getrocknete Zwiebeln, Gemüsekonserven
Milch und Milchprodukte, Eieralle Backwaren (lesen Sie hierzu die Zutatenlisten)
Fleisch, FischKäse, vor allem Schmelzkäse, fertige Kräuterquarkspeisen
Fette und ÖleKondensmilch oder Milchpulver
SüßwarenInnereien, Ente
Selbstgebackenes Vollkornbrot/ Vollkornbrötchen, speziell als natriumarm deklarierte BrotsortenChips, Salzstangen und andere Knabbereien, Kaugummi

Zubereitungs- und Kochtipps für die natriumarme Küche

  • Kochsalz nur sparsam verwenden. Stattdessen andere Gewürze und reichlich frische Kräuter einsetzen.
  • Gerichte bei Tisch nicht nachsalzen.
  • Frische oder tief gefrorene Nahrungsmittel statt Konserven verwenden.
  • Fleisch und Fisch in Knoblauch- bzw. Kräuteröl, Essig-, Rot- oder Weißweinmarinaden marinieren statt zu salzen.
  • Herstellung von eigenen Pasten statt beispielsweise Tomatenmark aus der Tube zu verwenden.
  • Salate mit kräftigen Ölen würzen oder Dressing selbst herstellen. Fertige Dressings möglichst vermeiden.
  • Lebensmittel so garen, dass diese den Eigengeschmack beibehalten, z.B. durch Grillen oder Braten.
  • Brot  selber backen. Zu empfehlen sind Zusätze wie gerösteter Sesam, Sonnenblumenkerne, Nüsse, Zwiebeln, Kräuter oder Gewürze, die den Geschmack aufbessern.
Beachten Sie
Salz ist lebensnotwendig

Natrium ist ein unentbehrlicher Nährstoff. Achten Sie trotz einer salzarmen Ernährung stets darauf, dass Sie dennoch ausreichende Mengen von Natrium zu sich nehmen. Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall können Anzeichen für oder Folge eines Natriummangels sein.

(Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu medizinischen Inhalten!)

Letzte Aktualisierung: 11.07.2014 - Antje Höpner
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