Die Pflicht zur Krankenversicherung hat bereits einige Erfolge gezeigt. Im April 2007 startete die gesetzliche Krankenversicherungspflicht für alle, und bis zum September 2008 sind ungefähr 120.000 Menschen, die vorher keinen Krankenversicherungsschutz hatten, wieder krankenversichert.
Die Schätzungen gingen 2007 von ungefähr 211.000 Personen aus, die in keiner Krankenversicherung sind. Im Verlauf der letzten 18 Monate hat sich der Anteil der Nichtversicherten mehr als halbiert. Wissenschaftler führen das auf die Stufungen der Versicherungspflicht zurück. Das gilt zunächst für die Krankenversicherungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung seit April 2007. Am 01. Juli 2007 haben die privaten Krankenversicherer einen Standardtarif eingeführt. Dieser Tarif stand für alle offen, die in die private Krankenversicherung einsortiert werden können.
Pflicht auch für Privatversicherte
Der Standardtarif wird zum 01. Januar 2009 in den Basistarif übergehen. Das ist der Start zur Versicherungspflicht für alle die, die eigentlich in die private Krankenversicherung gehören und keine Krankenversicherung mehr oder noch nicht haben. Das können auch Selbständige sein, die gar nicht versichert und bisher Selbstzahler sind.
Beiträge müssen nachgezahlt werden
Man muss einem nachträglichen Eintritt nur aufpassen. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung hat es Nachforderungen gegeben. Wenn also beispielsweise jemand erst im August 2007 wieder in eine gesetzliche Krankenkasse eingetreten ist, musste der dann vier Monatsbeiträge nachzahlen. Solche Nachforderungen können auch Selbständigen ins Haus stehen, wenn sie die Versicherungspflicht nicht ernst nehmen oder schleifen lassen. Es sind schnell Beiträge aufgelaufen, eine mögliche Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz.
Basistarif fängt alle auf
Der Basistarif ist für jeden da, auch für Menschen mit Krankheiten. Die privaten Versicherer dürfen, was den Basistarif angeht, keine Ablehnung aussprechen. Gesunde sollten allerdings versuchen, so schnell wie es geht in einen anderen Tarif zu wechseln. Denn der Basistarif ist ein Analogtarif zu den gesetzlichen Leistungskatalogen, ist aber nach allem, was man hört, für seine Leistungen entschieden zu teuer.